Alte Musik in Kassel

Fast geschafft: unsere CD soll noch vor Weihnachten erscheinen!

Genau genommen sollte es sie inzwischen bereits geben. Das Label hat schon eifrig die Neuerscheinung beworben und die Auslieferung war angekündigt. Doch dann kam wieder einmal alles anders: aufgrund eines Verpackungs- und Transportfehlers war die Lieferung beschädigt und mußte reklamiert werden. Nun warten wir voll Spannung darauf, daß unser Mediabook erneut produziert wird und wir dann endlich unser fertiges Werk in den Händen halten. Immerhin durfte Isabel das Buch bereits in die Hand nehmen und ja: ihre Begeisterung über die tolle Arbeit unseres Labels ist riesig!

An dieser Stelle möchten wir uns auch nochmals bei allen ganz herzlich bedanken, die zu dem Gelingen beigetragen haben: durch ihre Spenden, durch die Weiterverbreitung des Links und durch das große Feedback, das wir von zahlreichen Menschen bekamen. Ihr seid einfach toll! Selbstverständlich danke wir auch all denen, die uns nicht nur anlässlich des Crowdfundings fern von StartNext ihre Unterstützung zugespielt haben.

Wir haben die Zusage, daß das Mediabook noch vor Weihnachten ausgeliefert wird. Damit wäre dies doch ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für Eure Lieben. Falls Ihr ein Exemplar verschenken oder es einfach für Euch vorbestellen möchtet, könnt ihr dies uns gerne per Mail mitteilen und wir halten Euch auf dem Laufenden über die Entwicklung. Und natürlich verschicken wir unsere Gesamteinspielung dann, sobald sie bei uns ankommt.

 

Unsere CD - ein großes Vorhaben!

Für unsere Debut-CD haben wir uns ein großes Projekt gewählt: die Gesamteinspielung G.Ph.Telemanns Essercizii musici. La Visione liebäugelte schon lange mit einer Gesamtaufführung. Es ist sicherlich nicht übertrieben, wenn man hinsichtlich der Bedeutung und der Qualität dieses Kammermusikoevres einen Vergleich mit beispielsweise den Brandenburgischen Konzerten Bachs anstellt. Telemanns Sammlung aus je 12 Solo- und Triosonaten greift mit Violine, Traversflöte, Blockflöte, Oboe, Gambe und Cembalo auf eine Reihe von Instrumenten zurück, welche der Komponist allesamt selbst beherrschte. Dabei ist die Reihenfolge der Sonaten streng architektonisch angeordnet – Telemann überlässt hier offenbar nichts dem Zufall. Am Ende erhält man genau 100 Einzelsätze in mannigfaltigem Erscheinungsbild, einer schöner als der andere, mal konzertant, mal intim, mal kontrapunktisch fugiert oder vokalem Vorbild folgend – und nun wurde es keine Gesamtaufführung, sondern die Gesamteinspielung, alles in allem fast 240 Minuten Musik vom Feinsten auf 4 Einzel-CDs.

Beim Blick in die Telemann-Diskografie der vergangenen Jahrzehnte stellt man erstaunt fest, daß es zwar zahlreiche Einspielungen einzelner Sonaten der Sammlung gibt, doch kaum eine Aufnahme, welche dieses Gesamtkunstwerk in seiner perfekten Architektur wiedergibt. Sicherlich spielt dabei eine große Rolle, dass es für alle 24 Werke 18 unterschiedliche Besetzungen gibt (dies allein ist schon eine logistische Herausforderung...). Auf der Suche nach einem lohnenden Aufnahmekonzept für La Visione erhärtete sich die Idee für unser Projekt, welche sich zum Ziel setzt, der Sammlung als Ganzes Rechnung zu tragen.

Unsere Besetzung für die Essercizii ist ebenso ausgewählt wie die Musik. Die Musiker haben Lehraufträge inne, sind international tätig und greifen auf einen reichen Erfahrungsschatz in der historischen Aufführungspraxis zurück. Neben den solistischen Instrumenten steht eine farbige Continuogruppe mit Cembalo, Laute, Barockgitarre, Barockcello, Barockfagott und Gambe zur Verfügung.

Inzwischen liegt eine intensive Aufnahmezeit mit Unwetter, Bauarbeiten und vielem mehr, besonders aber vielen schönen Tönen hinter uns und sämtliche Sonaten sind "im Kasten". Unsere beiden Tonmeister haben großartig gearbeitet: das Material ist fertig geschnitten und das Master liegt beim Label. Und auch dort sind die Arbeiten an Booklet und Grafik bereits abgeschlossen. Nun warten wir sehnsüchtig auf unsere fertige CD. Diese werden wir nun bald in den Händen halten!


Isabel Schau – Violino / Laura Frey – Viola da Gamba / Hermann Hickethier – Viola da Gamba / Susanne Hartig – Violoncello / ldikó Kertész – Flauto traverso / Martin Ripper – Flauto dolce / Antje Thierbach – Oboe / Rainer Johannson – Fagott / Leon Jänicke – Laute, Gitarre / Niels Pfeffer – Cembalo, Laute / Christoph Lehmann - Cembalo